Pferderasse Wallach
Wallach ist die Bezeichnung für ein kastriertes Pferd.
Die Gründe, ein Pferd zu legen, wie ein anderer Fachbegriff für das kastrieren lautet, sind vielfältig. Zu allererst hängt die Entscheidung, ob ein männliches Pferd Hengst bleibt oder zum Wallach gemacht wird, davon ab, wie es sich in seiner frühesten Jugend entwickelt.
Denn im Alter von 1 - 2 Jahren werden die Junghengste zur Körung vorgestellt. Bei dieser Hengstschau werden die Pferde einzeln nach ihrem Entwicklungsstand, ihrem Körperbau und ihrem Charakter bewertet. Hengste, die Springpferde werden sollen, präsentieren sich zudem im Freispringen.
Eine strenge Körkommission sucht die Hengste heraus, die dafür geeignet sind, ihrer Gene weiter zu geben.
Auch nicht anerkannte Hengste können später noch einmal vorgestellt werden. Für viele ist hier allerdings auch der Punkt erreicht, an dem sie zum Wallach gemacht werden.
Der Eingriff ist in diesem jugendlichen Alter bei Pferden meist sehr unkompliziert. Oft wird die Kastration vom Tierarzt auf einer Weide durchgeführt, da diese Umgebung beruhigend auf das Pferd einwirken kann. Innerhalb weniger Minuten wird aus dem Hengst ein Wallach.
Einige Hengste werden allerdings auch erst später - in einem Alter von bis zu 10 Jahren - kastriert. Hier kann es manchmal schon zu Komplikationen kommen, also muss es wirklich Gründe für den Eingriff geben. Meist ist dies ein zu aggressives Verhalten. Viele Sportpferde lassen sich als Hengste auch kaum kontrollieren, so dass es nötig ist, ihren Geschlechtstrieb durch die Kastration zu unterbinden.
Wallache gelten gemeinhin als viel umgänglicher und charakterlich ausgeglichener als Hengste. Das macht sie meist zu idealen Reit- und Sportpferden.