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Der Schlüssel zum Pferdemaul – das richtige Gebiss

Die Zeiten, in denen dem deutschen Durchschnitts-Warmblüter pauschal eine dicke, einfach gebrochene Wassertrense ins Maul gelegt wurde, sind vorbei.
Heute sind die meisten Pferde hochblütiger, manche haben ein zierliches Maul, andere dickere Zungen. Dass dicke Gebisse am weichsten sind, stimmt heute nicht mehr. Viele Pferde fühlen sich mit einem doppelt gebrochenen Gebiss außerordentlich wohl, es wird von der einfachen Wassertrense bis hin zum Pelham angeboten. Der Vorteil dieser Variante ist, dass der bekannte Nussknacker-Effekt der einfach gebrochenen Trense entfällt. Manchmal muss man sehr lange suchen, um den richtigen Schlüssel zum Pferdemaul zu finden. Sind die Zähne des Pferdes in Ordnung und es mag das Gebiss nicht, so sollte man ein anderes testen.

Natürlich muss das Gebiss auch passen, das heißt die richtige Weite und Stärke haben. Um die Länge zu ermitteln, legt man dem Pferd ein Gebiss mit Überlänge ins Maul und zieht es an den Gebissringen gerade. Die Stelle wo das Gebiss aus den Maulwinkeln tritt, markiert man mit einem Klebestreifen und misst die Länge einfach ab. Man rechnet noch einen halben Zentimeter Spiel je Maulwinkel hinzu und schon hat man die passende Gebissweite.

Die richtige Stärke zu finden ist nicht einfach. Früher waren die Gebisse im Durchschnitt 20 bis 22 Millimeter stark, inzwischen ist eine Dicke von 18 Millimetern Standard. Laut LPO darf ein Gebiss für Großpferde jedoch nicht dünner als 14 Millimeter und für Ponys nicht dünner als 10 Millimeter sein. Auch Kandaren-Unterlegtrensen haben eine Stärke von 10 Millimetern. Ein Blick ins Pferdemaul ist wohl der hilfreichste Weg.