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Traber

Das ursprüngliche Ziel der Traberzucht war leistungsstarke Wagenpferde zu züchten, die Selektion zur Zucht erfolgte über Trabrennen.
Für die deutsche Traberzucht wurden hauptsächlich der Amerikanische Traber, der Trotteur Français und der Russische Traber hergenommen. Traber zeichnen sich durch einen ausgeglichenen Charakter und großes Leistungsvermögen aus. Es haben sich sehr unterschiedliche Trabertypen entwickelt - da es in der Zucht vorrangig um Schnelligkeit geht, ist dies Auswahlkriterium Nummer eins. Neben Warm- und Vollbluttypen, sieht man auch die kompakten Cobtypen. Neben der starken Hinterhand sind Traber oft überbaut - eine für den Reitsport unerwünschte Eigenschaft. Optische Mängel werden in der Traberzucht, zu Gunsten der Geschwindigkeit, akzeptiert. Traber sind im Renntrab bis zu 50 Stundenkilometer schnell. Je nach Zuchtlinie führen Traber eine gehörige Portion Springblut, wie beispielsweise die berühmte Wunderstute Halla.

Ausdauer und Härte sind den Trabern eigen, wodurch sie sich auch hervorragend für das Distanzreiten eignen. Viele Traber haben Gangpferdeveranlagung, was sie für die Dressur weniger tauglich macht. Einen Traber von der Rennbahn zum Reitpferd umzuschulen, verlangt großes Einfühlungsvermögen. Vom Rennen her sind Traber es gewohnt, den Kopf sehr hoch zu tragen. Für den Reiter ist es eine Herausforderung, ihm diese Haltung abzugewöhnen. Viele Traber sind auch problematisch zu galoppieren, das liegt nicht daran, dass sie es nicht können – sie kennen den Galopp schlicht nicht. Der Traber kennt den Galopp nicht als angenehme Gangart, weil er bei der Rennbahnarbeit augenblicklich pariert wird, sobald er in den Galopp springt. Der Traber ist eher ein Pferd für sensible, souveräne Reiter, die auch ein nervöses Pferd nicht aus der Ruhe bringt.