1. #151 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!
    Wilmapony
    Zitat Zitat von Fusseltier Beitrag anzeigen
    Wilmapony, und wie kommt man dahin? Richtig... über Jahrelanges reiten mit Gebiss, eben bis das Pferd den Ausbildungsstand hat der Nötig ist.....
    Ich kenne es bisher nur genau so- Ich möchte aber nicht ausschliessen, dass jemand der sehr fähig ist ein Pferd auch komplett ohne Gebiss bis dahin ausbilden kann.

    Ob das jetzt besser oder schlechter ist sei dahin gestellt.

  2.   Alt 
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  3. #152 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!
    Rubble-Bubble
    Zitat Zitat von Muffy22 Beitrag anzeigen
    Die von der FN vermittelten Techniken entsprechend umgesetzt, halten das Pferd unter dem Reiter fit und gesund und das macht pferdefreundliches Reiten zunächst einmal aus. Um pferdefreundlich zu reiten muß man ein Pferd nicht mal besonders mögen.

    Pferdefreundlichen Umgang und artgerechte Haltung muß man davon zunächst mal trennen.

    Mir persönlich wird bei Parelli und Co. eigentlich zu wenig auf das individuelle Wesen des Pferdes eingegangen (und damit meine ich jetzt nicht allgemeingültige Dinge wie das Pferd ist ein Herdentier mit Rangordnung, Fluchttier, Pflanzenfresser usw.).

    Man bekommt einen Leitfaden an die Hand, den angeblich alle Pferde verstehen, weil er auf Pferdesprache basiert (wobei man sich da mMn etwas vormacht).

    Mir fehlt dabei die Berücksichtigung des individuellen Wesens des Pferdes.
    Ist das Pferd aufgeweckt oder eher etwas dusselig, sensibel oder dickfellig, neugierig oder eher desinteressiert, der eher gelassenere oder nervöse Typ, der bravere oder aufsässigere Typ usw. usw. ?

    Das sind Dinge, die kann man nicht irgendwo durch Lesen oder Videos lernen, sondern man muß sie durch Beobachten und Verstehen beim Umgang erkennen lernen.

    Das individuelle Wesen des Pferdes zu lesen und es danach zu behandeln, macht für mich den pferdegerechten Umgang aus und nicht das Überstülpen irgendwelcher Techniken, seien sie nun von der FN oder von Hempfling, Parelli und Co..

    Lieben Gruß,
    Muffy
    Das ist immer und immer wieder das Problem. Dass hier ein völlig falsches Bild von Natural Horsemanship besteht. Das, was Du schreibst Muffy ist durch und durch falsch! Es geht ja gerade um das Wesen des Pferdes und dessen Individualität. Es gibt keine Pauschalanleitung für "Bodenarbeit" und damit ist die Sache fertig. Das ist eben das, was die Leute denken und wieso sie nicht nachvollziehen können, dass man dafür einen "Guru" brauchen soll, was man ja eigentlich so beherrschen sollte. Da hat man ein liebes Pferd, dass sowieso funktioniert wie man möchte und wozu dann also etwas darüber lernen, wie ein Pferd denkt und fühlt?

    Ich sage es hier gerne nochmal und in aller Deutlichkeit - das was dort in Sachen Psychologie gelehrt wird, findet man in keinem Lehrbuch und vorallem in keiner Reitschule und da würde es dringend hingehören!!!!!

    Das Problem der Menschen besteht ja gerade darin, dass sie immer davon ausgehen, dass ihre Denkweise die Richtige ist und sie nichts dazu lernen müssen. Sie kommen nicht annähernd auf die Idee, dass es vielleicht falsche Komponenten in ihrem heiligen Gesetzen geben könnte. Wenn es Probleme gibt, ist notfalls das Pferd schuld und man ist nicht dazu gezwungen, seine Weisheiten in Frage zu stellen. Am Ende kommen wir zum Thema dieses Threads wo es um die Fragestellung geht, ob pferdefreundliches Reiten jetzt vielleicht doch wieder IN wird.

    Ok, wenn man von der FN -Reiterei reden will, mag es ja sein, dass diese "Technik" ordentlich angewandt das Pferd nicht kaputt macht, aber es berücksichtigt an keiner Stelle dessen seeelische Verfassung und das ist es, was uns Reitern fehlt. Das Verständnis dafür, dass wir es hier mit einem Lebewesen zu tun haben, dass mehr Zuwendung benötigt, als "nur" Muskeltraining und einen Osteopathen.

    LG
    R-B

  4. #153 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!

    Bisherige Benutzernamen:

    • Frerard
    • Fusseltier
    ManicPreacher
    Rubble Bubble, du hast hier aber nicht von Natural Horsemanship an sich gesprochen, sondern von bestimmten Stilrichtungen dort.

    Horsemanship hat nichts mit bestimmten Übungen zu tun die ich mit dem Pferd absolviere, das ist eher eine Einstellung dem Pferd gegenüber.

    Ich kann ein Pferd ganz ohne irgendwelche vorgegebenen Spielchen erziehen, einfach durch Konsequenz und dem Wissen was dem Pferd möglich ist.

  5. #154 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!
    Muffy22
    Zitat Zitat von Rubble-Bubble Beitrag anzeigen
    Das ist immer und immer wieder das Problem. Dass hier ein völlig falsches Bild von Natural Horsemanship besteht. Das, was Du schreibst Muffy ist durch und durch falsch! Es geht ja gerade um das Wesen des Pferdes und dessen Individualität. Es gibt keine Pauschalanleitung für "Bodenarbeit" und damit ist die Sache fertig. Das ist eben das, was die Leute denken und wieso sie nicht nachvollziehen können, dass man dafür einen "Guru" brauchen soll, was man ja eigentlich so beherrschen sollte. Da hat man ein liebes Pferd, dass sowieso funktioniert wie man möchte und wozu dann also etwas darüber lernen, wie ein Pferd denkt und fühlt?
    Eigentlich scheint es mir, dass wir mit unseren Ansichten zum pferdefreundlichen Umgang gar nicht so weit vorneinander entfernt sind.

    Ich gaube, dass man nur dann ein liebes, braves und ausgeglichenes Tier hat bzw. sich erhalten kann, wenn man sich in dessen Wesen reinfühlt und entsprechend nach seinen arttypischen und individuellen Bedürfnissen behandelt.

    Mag sein, dass dieses "Sich Reinfühlen" in ein anderes Lebewesen oder Mitmenschen in der Ellenbogengesellschaft auf der Strecke geblieben ist.
    Ob man sich das bewahrt hat oder wieder erlernt und insbesondere wie man es erlernt, finde ich absolut zweitrangig, solange die Bereitschaft dazu da ist.
    Es ist ein Fall, wo nicht unbedingt der eine Weg das Ziel ist, sondern viele Wege zum Ziel führen.
    Es ist ja auch nicht so, dass da irgendwann ein Status Quo erreicht ist, wo man sagen könnte: "Jawoll, ich hab mein Pferd oder Pferde allgemein nach Westernreiten, FN oder NHS studiert und weiß jetzt alles." sondern es ist ein Prozeß, der jeden Tag wieder neu stattfindet.

    Ich gehe mal davon aus, dass es bei NHS genauso viel gute und weniger gute Praktizierer gibt, wie in den anderen Reit- bzw. Umgangsweisen, vielleicht hatte ich echt das Pech, eher weniger gute kennenzulernen. Solche, die ungelogen meinten, sie machten jetzt NHS nebenher und könnten nun von jetzt auf gleich jedes Pferd händeln, ohne sich überhaupt mal zu erkundigen, welche individuellen Wesenseigenschaften das konkrete Pferd ausmachten. Das geht dann regelmäßig in die Hose und die Besis bekommen gesagt, ihr Pferd wäre versaut. Das ist mir dann zu kurzsichtig und nachdem ich Deinen Beitrag oben gelesen habe, haben diese Menschen NHS dann wohl auch nicht so verinnerlicht oder verstanden, wie diese Methode es eigentlich beabsichtigt.

    Lieben Gruß,
    Muffy

  6. #155 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!
    Rubble-Bubble
    @Fusseltier

    Und woher hast Du dieses Wissen? Bist Du Dir sicher, dass Dein Wissen oder - sagen wir es mal lieber wertneutraler, da ich Dich persönlich nicht kenne und Dir somit ja nicht unterstellen kann, dass Du nicht mehr weißt, als der "Durchschnittsreiter".

    Also umformulieren: ... dass das Wissen der meisten Reiter in unseren Landen ausreicht, um dem Pferd mit all seinen Bedürfnissen WIRKLICH gerecht zu werden? Und ich spreche hier nicht von artgerechter Haltung oder dass man den Sperrriemen nicht so eng schnallen sollte, dass das Pferd keine Luft mehr bekommt. Das sind Dinge, die setze ich als selbstverständlich voraus. Für mein Empfinden fehlt in dieser Reiterausbildung das "Hauptfach Psychologie", um ein Pferd langfristig "gesund" zu erhalten und wirklich glücklich zu machen.

    Das ist Grundschulwissen und sollte zur Pflichtschulung jedes Reiters gehören und danach könnte man sich spezialisieren wie man möchte.

    Lassen wir doch einen kurzen Abstecher zu den Hunden machen. Durch Rütter und Co. ist es heute viel einfacher, die Leute für eine "artgerechte" Hundeerziehung zu gewinnen, weil sie es im Fernsehen ganz einfach vermittelt bekommen. Sie sehen, dass andere die gleichen Probleme haben, Probleme die sie vorher als nicht lösbar angesehen haben. Es wird ihnen vermittelt, wie einfach es im Prinzip ist, etwas zum Guten zu verändern.

    Vor ein paar Jahren hat das noch niemand gewußt, es gab zwar Hundeschulen, aber da hinzugehen, war schon aufwändig. Viele meinten auch, sie würden die besten Hundebesitzer sein, die sie sein könnten, also müsse man auch nichts ändern. Was ihnen fehlte, war die Alternative oder das Wissen, dass es Möglichkeiten zu Veränderungen gibt. Der Fortschritt war kaum spürbar über viele Jahre.

    Heute, durch den Vormarsch der Medien ist auf einmal alles viel einfacher geworden - ja sogar vom Sofa aus zu erlernen. Bei der Hundeerziehung ist man schon einen ganzen Schritt weiter in der Entwicklung... und ganz wichtig - geht es hier vormerklich um die Menschenerziehung. Die Sensibilisierung des von der Natur immer weiter sich entfernenden Menschen hin zum Fühlenden, der die Bedürfnisse seines Hundes erkennen kann! Leider wird der Reiterei dieser Fortschritt in diesem Geschwindigkeit verwehrt bleiben, da sie nicht so medienwirksam ist.

    Was man hier stattdessen hat ist eine undurchsichtige Angelegenheit, die sich Natural Horsemanship nennt und die man pauschal erstmal doof findet, weil sie ist nicht aus deutschen Landen und außerdem was man nicht kennt... *g* Der Rest ist ja bekannt. *lächel*

    Eigentlich würde ich mir hierfür auch eine Doku-Soap bei RTL wünschen, mit Dieter Bohlen, Angela Merkel und unseren Bundes-Jogi als Reitschüler. Dann würden wenigstens mal einige Leute erfahren, worum es dabei geht. *schmunzel* Uhhuuuu da schüttelt es einen ja richtig. *g*

    LG
    R-B
    Geändert von Rubble-Bubble (23.07.2010 um 10:38 Uhr)

  7. #156 Wird Pferdefreundliches-Reiten endlich IN?!
    Sib
    Ja, schade eigentlich, dass man dem normalen Umgang mit Pferden einen Anglizismus anhängen muss und teuer Bücher darüber verkaufen muss, damit die breite Freizeitreiterei aufmerksam wird.
    Die Amis haben das Rad neu erfunden und verkaufen es teuer....

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