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  1. Ausbildung zum Therapiepferd # 19
    poker-hontas
    Grundausbildung: A-Ausbildung in der Dressur, E-Springen und geländesicher, Ausbildung an einfacher Longe und Doppellonge, schließlich Arbeit am Langzügel, Ausbildung am Boden: gerittene und geführte GHP I und II sollten mindestens mit der Note 2 bestanden sein.
    Darauf aufbauend die spezifische Therapiepferdeausbildung je nach Einsatz! Ein Pferd für heilpädagogisches Voltigieren , sollte vorher im Voltigieren bis Klasse A eingesetzt worden sein und mehrjährige Erfahrung in diesem Bereich haben. Ein Pferd für heilpädagogisches Reiten ist "zweisprachig" ausgebildet. Ein Pferd für die Hippotherapie kennt verschiedene Aufstiegsrampen und Lifte.

    Allein die Grundausbildung dauert seriös ausgeführt ihre Zeit... Jedenfalls schafft man das nicht in 2 x einem halben Jahr.

  2.   Alt 
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  3. Ausbildung zum Therapiepferd # 20
    Daylover84
    @poker: Eine Verständnisfrage: Wieso muss denn bitte ein Therapiepferd E-Springen gehen?!
    (Ich bín zwar ohnehin der Meinung dass jedes brave gut gerittene Pferd durch einen E-Parcours kommt, aber dennoch weiss ich nicht was das Springen mit der Therapiepferde-ausbildung zu tun hat?!)

  4. Ausbildung zum Therapiepferd # 21
    poker-hontas
    Dies gehört deshalb zur Ausbildung, weil ein sehr gutes Therapiepferd, welches sehr gut bleiben soll, stets Korrektur gearbeitet werden muss.

    Eine E-Springausbildung bedeutet ja lediglich, dass das Pferd springgymnastisch ausgebildet wurde (E-Höhe gerade mal 85cm). Konkret profitiert das Pferd in der Grundausbildung in den Bereichen Rythmus, Trittsicherheit, Muskulaturaufbau (Rücken und Bauch), Balance, Taxierfähigkeit, Kraft, etc.
    Alles Fertigkeiten, die in ihren Elementen auch in der Therapie benötigt werden. Man denke außerdem an die Skala der Ausbildung . Zu einer vielseitigen Grundausbildung gehört das Springen einfach dazu.

    In der Therapie an sich, wird das Pferd über Cavaletti hinaus nicht beansprucht, aber ein Therapiepferd darf eben nicht nur auf die Therapie reduziert werden. Das wird nicht lange gut gehen.
    Wenn ich ein Pferd in der Therapie einsetze, muss ich es im laufenden Betrieb unmittelbar Korrektur reiten können (und eben oben genannte Fertigkeiten trainieren) und da sollte ohne großes Palawer auch mal ein kleiner E-Parcours oder Caprilli-Test drin sein.
    Nicht zuletzt dient Springen der Abwechslung und Erhaltung der Motivation beim Pferd.
    Ich muss immer auf eine solide Basis zurückgreifen können um auftretende Fehler und Probleme beheben zu können.

  5. Ausbildung zum Therapiepferd # 22
    chippewa
    Zitat Zitat von hannah25 Beitrag anzeigen
    Ein Therapiepferd muss sich in allererster Linie 5 Tage die Woche und ca. 5 Stunden am Tag "zusammen reißen", darf nicht aus der Reihe tanzen oder "austesten". Schließe mich meiner einen Vorrednerin an, dass Du Dich über ein liebes Pferd sehr freuen kannst, aber mute es seiner Psyche in diesem Alter nicht mehr zu.
    5 tage die woche 5 stunden? also DAS finde ich wirklich zu viel.
    da wird wohl nicht mehr so ganz auf die bedrüfnisse eines pferdes eingegangen.

    mein pferd steht ab nächstem monat in einem thearpiestall und soll länger frisitig auch dort eingesetzt werden (pony ist jetzt 2 jahre alt).
    er geht dann (wenn er sich eingwöhnt hat) als führpferd ersteinmal unbeteiligt mit und soll dann ein wenig den ablauf kennen lernen. ein paar kunststücken wie ball rollen und aufheben, auf kommamdo herkommen, rückwärtsgehen sollte er dann zeigen können. ich werde ihn allerdings nicht vor 4 jahren einreiten uns dann kann es noch gut 2 jahre dauern bis sich da mal jemand anderes draufsetzt.

    wir probieren das erst einmal so aus, wenn sich herausstellt dass es meinem pony keinen spaß macht, dass er bockt oder sonst irgendwas ist, dann wird er eben kein therapiepferd.
    ich denke nach einem halben jahr wird man dann mehr sagen können.

    eine solide grundausbildung ist absolut wichtig! dann sollte das pferd gelassen sein, menschenbezogen (aber nicht zu aufdringlich), gut erzogen und auch spaß an der arbeit haben.
    und das pferd muss absolut gesund sein und seinem körper angemessene Last tragen.

    wichtig ist eben noch der ausgleich. das pferd sollte mindestens tagsüber auf der koppel in der herde verbringen dürfen (im sommer UND Winter).
    korrektur sollte es auch geritten werden, wie schon einige vor mir gesagt hat haben, viel abwechslung ist auch erforderlich (cavaletti, springen, gelände etc.).

    DAS therapiepferd gibt es meiner Meinung nach nicht. es sollte einige voraussetzungen mitbringen (obwohl ich auch ein sehr schwieriges pferd kenne, das vor 2 jahren noch absolut unberechenbar war und der jetzt schon einige stunden thearpie geht).
    und ganz wichtig!: die pferde sollten langsam an die sache herangeführt werden!

    lg

  6. Ausbildung zum Therapiepferd # 23
    Kalloica
    Also Therapiepferd und Therapiepferd sind ja wohl zwanzig verschiedene Sachen. Meine Schwester ist körperlich als auch geistig schwer behindert. Meine beiden Pferde sind zum Therapiepferd ausgebildet und haben nicht unbedingt nur die aufgezählten Merkmale gelernt.

    Also Gelassenheit, Körperfitness, Gleichgewicht.... bin ich alles mit einverstanden. Nur das Pferd darf (nicht nur in meinem Fall) absolut nicht auf den Reiter hören, da das Pferd wenn es auf meine Schwester hören würde, gleichzeitig kleine Volten und Galopp reiten müsste.

    Mein Pferd wenn ich es führe, muss mir absolut gehorchen und darf nicht einen Schritt mehr als erlaubt machen.Klingt streng, ist aber asolut Pflicht.
    Anschließend durfte das Pferd in unserem Fall keinen flachen Schritt haben da sonst der Rücken meiner Schwester nicht arbeiten würde. Und mit der Ausbildung in Dressur oder Springen bin ich auch nicht einverstanden. Meine Norwegerstute ist noch nie einen E Parcour gesprungen, manchmal einzelne Sprünge aber nicht mehr. Sie lernt am Zügel gehen (mit sehr sehr kurzem Hals fählt ihr das extrem schwer und sie kanns nicht gut von Natur aus da sie sich sonst alles einquetscht). Seitengänge und feine Hilfen sind absolut kein Problem.

    Was sie gut kann ist sich ausbalancieren, sich biegen und hat auch eine ziemlich starke Rückenmuskulatur. Sie ist genau das was wir brauchen, sie wäre allerdings nicht als Voltigier- oder Schulpferd geeignet.Außerdem geht sie bei mir höchstens eine halbe Stunde die Woche. Für den Rest wird sie jeden Tag geritten:Ausritte, Dressur, Zirkuslektionen,...., so dass sie viel Abwechslung hat.
    Es ist jetzt vielleicht so rüber gekommen, als hätte ich keine Ahnung was Therapiereiten ist und würde meine Pferde quälen oder was weiß ich. Ich habe meine Pferde nicht selbst ausgebildet, sondern hatte ne Reitlehrerin die bis dahin die Therapiepferde in unserem Land ausgebildet hat, und habe ihr dann "geholfen". Es war hart und sowohl das Pferd als auch ich obendrauf mussten durch eine harte Schule.: Wie wild auf dem Pferd schreien, mit Armen wedeln, hinten runterrutschen, alles mit den Beinen abdrücken und sie DARF NICHT reagieren(wenn jemand vorm Pferd steht oder sie führt)
    Natürlich wäre sie nicht geeignet in einem Therapiebetrieb mitzulaufen, da sie dann trotzdem nicht weitgenug augebildet und Muskeln aufgebaut hat.

    Alles in Allem ist Therapiepferd ein wager Begriff, kann man ein Pferd das Menschen mit Angst vor Pferden, Vertrauen gibt und die Angst nimmt, als Therapiepferd bezeichnen. Ist ein Pferd ein Therapiepferd wenn es schwerkranke Kinder zum lachen bringt, oder sich von ihnen streicheln lässt und so die kranken Kinder einen schönen Nachmittag verbringen lässt?
    Es hängt immer davon ab welche "Patienten" zum Therapiepferd kommen, denn jedes Pferd kann auf seine Weise Therapiepferd sein, wenn dieser Begriff nicht näher in diesem Fall definiert wird!

    P.s. Warum muss ein Pferd in der Doppellonge ausgebildet und geländesicher sein, wenn es nur in der Halle geritten wird. UND außerdem poker-hontas, glaubst Du ein Pferd wäre nur Therapipferd wenn es die Gelasseheitsprüfung I und II bestanden hat?
    Geändert von Kalloica (04.11.2008 um 08:56 Uhr) Grund: Zusatzinformationen

  7. Ausbildung zum Therapiepferd # 24
    poker-hontas
    Natürlich berücksichtigt man Rasse, Veranlagung und zukünftigen Einsatz (Hippotherapie? HPV? HPR? Reitpferd für Menschen mit Handicap? Psychotherapeut. Reiten? Ergotherapeut. Reiten?)
    Hier wurde nach der optimalen Ausbildung eines Therapiepferdes gefragt, aber ich will da jetzt gar nicht weiter darauf herumreiten.

    Nur so viel: Ein Pferd, welches korrekt "ausbalanciert" ist, muss geraderichtende Arbeit kennen, dazu muss es in Anlehnung gehen können. Ein Pferd, welches KORREKTE Rükenmuskulatur gebildet hat und diese nutzen kann, muss in der Lage sein an die Reiterhand heranzutreten. Dann sollte es sogar ein Leichtes sein eine A-Dressur durchzureiten.
    Bevor ein Pferd KORREKT am Langzügel geht, muss es lernen an der Doppellonge zu laufen.

    Wie Du siehst liegt die Betonung auf korrekter Ausbildung dem Pferd und seiner Gesundheit zu Liebe.

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