Reitturnier
Bei einem Reitturnier sollen Reiter und Pferd zeigen, dass sie ein gut abgestimmtes Team sind, dass sie eine Einheit bilden und das Pferd dem Reiter in jeder Situation gehorcht.
Kurzum, es handelt sich um einen Leistungsnachweis, der den aktuellen Stand der Ausbildung von Pferd und Reiter darstellen soll. Reitturniere gibt es als Dressurprüfungen, als Springprüfungen und als Vielseitigkeitsprüfungen. In der Regel besteht ein Turnier aus mehreren Prüfungen unterschiedlicher Leistungsanforderung.
Für die ganz kleinen Reiter, die Anfänger unter den Turnierteilnehmern, gibt es die Führzügelwettbewerbe. Dabei sitzen die Kleinen auf Pferden oder Ponys und es kommt auf die korrekte Haltung an. Das Tier wird geführt, schnellere Gangarten werden nicht geprüft.
Darauf aufbauend gibt es die Einfachen Reiterwettbewerbe, die meist in der Abteilung geritten werden und bei denen die grundlegenden Fertigkeiten des Reiters geprüft werden. Dem Weiteren gibt es bei Reitturnier Dressur- und Springprüfungen der unterschiedlichen Leistungsstufen, angefangen von "E", das für die leichteste Stufe steht, bis hin zu den schweren Prüfungen der Klasse "S".
Dressurprüfungen werden nach vorgegebenen Aufgaben geritten, die im Prüfungshandbuch der Reiter zu finden sind. Sie werden auswendig gelernt und den Prüfern gezeigt. Vor einer Springprüfung muss der Reiter den Parcours abgehen und sich die richtige Reihenfolge der Hindernisse merken. In einer vorgegeben Zeit müssen diese möglichst fehlerfrei abgeritten werden, teilweise gibt es auch keine Zeitvorgabe.
Neben den Prüfungen für Reiter gibt es auch die Prüfungen für Pferde, bei denen es allein auf das Können, die Eleganz und den Gehorsam des Tieres ankommt. Auch diese Prüfungen sind in verschiedene Klassen der Anforderung unterteilt.