Reiterunfallversicherung
Die meisten Menschen sind über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Da diese aber nur für berufsbedingte Arbeitsunfälle haftet, haben viele Bürger zudem eine private Unfallversicherung. Aber auch diese deckt nicht alle Risiken ab, besonders wenn im sportlichen Bereich zusätzlich erhöhte Risiken auftreten. Aus diesem Grunde gibt es für Pferdebesitzer und Reiter die spezielle Reiterunfallversicherung.
Vom Prinzip her erbringt die Reiterunfallversicherung die gleichen Leistungen wie eine private Unfallversicherung. Es werden allerdings nur dann Leistungen erbracht, wenn sich der Unfall durch das Reiten oder den direkten Umgang mit dem Pferd ereignet hat. Die Versicherung basiert auf der Invaliditätsleistung, die im Falle eines Unfalls im Zuge des Reitens gezahlt wird, wenn bestimmte Voraussetzungen (schwere Verletzungen) erfüllt sind. Ferner kann auch die Zahlung einer Todesfallsumme vereinbart werden, wenn der Reiter aufgrund des Unfalls versterben sollte.
Auch die Übernahme von Bergungskosten (zumeist bis zu 2.500 Euro) und die Zahlung eines Unfall-Krankenhaustagegeldes von in der Regel 10 Euro am Tag können im Rahmen der Reiterunfallversicherung vereinbart werden. Die Reiterunfallversicherung wird meistens in zwei Varianten angeboten.
Zum einen besteht die Möglichkeit, einen bestimmten Reiter zu versichern, dann würde die Versicherung in jedem Fall eintreten, wo sich beim Reiten ein Unfall ereignet, unabhängig davon, welches Pferd geritten wurde. Zum anderen kann man auch ein bestimmtes Pferd versichern, wo dann jeder Reiter automatisch durch die Reiterunfallversicherung versichert ist.
Die Beiträge zur Reiterunfallversicherung sind vergleichsweise moderat, Versicherungen dieser Art werden bereits für unter fünf Euro pro Monat angeboten.