Reiterspiele
Noch vor einigen Jahren waren Reiterspiele hauptsächlich in Großbritannien und den USA bekannt.
Doch dann schwappte die Welle auch nach Deutschland und heute erfreuen sich tausende Kinder und Erwachsene an Reiterspielen, die nicht nur Spaß machen, sondern auch den Zusammenhalt mit dem Pferd enger werden lassen sowie die eigene Konzentration und das Balancegefühl im Sattel fördern.
Reiterspiele sind auch unter dem englischen Namen “Mounted Games” bekannt. Sie werden sogar als Wettkämpfe in ganz Deutschland ausgetragen, wobei das Mekka im Norden liegt.
Hier messen sich Kinder mit ihren Ponys in unendlich vielen Disziplinen, die so spannende Namen wie “Fahnenspiel” oder “Hütchenspiel” oder auch “Sackhüpfen mit Pferd” haben.
Einmal müssen Fahnen aus dem vollen Galopp heraus in Pylone oder andere Behälter gesteckt werden, einmal müssen eben diese Pylone in Schlangenlinien umritten werden oder der Reiter muss neben dem Pferd Sackhüpfen und darf dabei den Zügel nicht aus der Hand geben.
Besonders witzig - und auch schwierig - ist dies, wenn sich zwei Reiter einen Sack teilen müssen.
Aber auch Tupperware auf Podeste schichten, vom Pferd aus Gegenstände aufnehmen oder einen Apfel mit dem Mund aus einem Wassereimer fischen und diesen - hinter der Ziellinie natürlich - seinem Pferd als Belohnung geben, können tolle Spiele sein.
Sie müssen natürlich bis es zum Wettkampf gehen kann, lange geübt werden. Erst im Schritt bevor es irgendwann in den Galopp geht.
Aber es gibt auch Reiterspiele, die ruhiger sind und nur die Geschicklichkeit von Reiter und Pferd sowie dessen Gehorsam und Angstfreiheit in den Vordergrund stellen. Ein Labyrinth aus Stangen durchreiten, über eine Wippe reiten oder über eine kleine aus Brettern gebaute Brücke.
Oder unter einer Hindernisstange hindurch reiten. All diese Reiterspiele wurden von den amerikanischen Western-Trail Wettkämpfen abgeleitet.