Pferdeklinik
Schon seit vielen Jahren gibt es Pferdekliniken, in denen die Pferde genau so intensiv behandelt werden können, wie dies in vergleichbaren Einrichtungen für Menschen möglich ist. Vor allem Sportpferde werden in Pferdeklinik kuriert, Freizeitpferde sind meist seltener hier zu finden. Leiter der Einrichtung ist im Allgemeinen ein Tierarzt, in dessen Privatbesitz sich die Pferdeklinik befindet.
Angestellte Tierärzte kümmern sich hier um die medizinische Versorgung der tierischen Patienten, Pferdepfleger und Bereiter um die Pflege und Versorgung, bei Genesung um die langsame Gewöhnung an ausgeglichene Belastung, was mit einer Physiotherapie verglichen werden kann. In den meisten Pferdekliniken befinden sich daher Koppeln angeschlossen, sowie ein Reitplatz oder zumindest ein Platz zum Longieren, damit den Pferden langsame und gleichmäßige Bewegung geboten werden kann.
Die Unterbringung in einer Pferdeklinik kann schon dann geraten sein, wenn sich ein Pferd größere Wunden zugezogen hat, die genäht werden müssen, bei Beinbrüchen oder allgemein bei Verletzungen an den Beinen. Kurzum, immer wenn das Pferd besondere Ruhe und regelmäßige medizinische Versorgung im Laufe eines Tages benötigt, ist es in der Klinik besser aufgehoben, als zu Hause, wo meist nicht garantiert werden kann, dass der Tierarzt stets in greifbarer Nähe ist. In der Klinik bestehen zudem ganz andere Möglichkeiten zu Behandlung, wenn sich das Tier beispielsweise nicht legen darf, so kann es in Tragegurten gelagert werden.
Wie in Krankenhäusern für Menschen auch ist das Besuchen des Pferdes in der Klinik erlaubt und meist auch erwünscht. Der Kontakt zu einer vertrauten Person beschleunigt meist den Heilungsprozess und es ist auch für die Eingewöhnung nach der Entlassung wichtig, dass das Pferd den Kontakt zu seiner vertrauten Person nicht verloren hat.