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Lipizzaner

Wer kennt sie nicht - die weißen Hengste der Spanischen Hofreitschule zu Wien?



Einst das Parade- und Prunkpferd des Barock, bewahrte der Lipizzaner seinen ursprünglichen Charakter, wie kaum eine andere Rasse. Die Wurzeln der Lipizzaner reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Grundlage der heutigen Zucht bildeten fünf Hengste im 18. Jahrhundert und ein sechster, der 1816 importierte Araber Syglavy. Die Namen der Stammhengste, Conversano, Favory, Maestoso, Neapolitano, Pluto und Syglavy sind im Stammbaum jedes Lipizzaners zu finden. Jeder Lipizzaner-Hengst trägt bis heute auch den Namen seines Stammvaters.

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie wurden die Lipizzaner zwischen Jugoslawien und Österreich aufgeteilt. Das Gestüt Piper erhielt 1920 die österreichischen Lipizzaner und liefert seitdem die Schulpferde der Spanischen Hofreitschule. Der Lipizzaner gilt als das Dressurpferd der Hohen Schule schlechthin, ist jedoch vielseitiger als allgemein angenommen. Lipizzaner geben wunderbare Gespannpferde ab und werden in den östlichen Nachzuchtgebieten auch gerne mal in der Landwirtschaft eingesetzt. Pferde dieser Rasse sind auch sehr gut geeignet als Reitschulpferde für Anfänger. Sie entwickeln nicht den Schwung der deutschen Warmblüter und lassen den ungeübten Reiter besser sitzen. Außerdem sind sie sehr nervenstark, freundlich und ausgesprochen menschenbezogen.

Der Lipizzaner ist ein kompaktes, 'rundes' Pferd mit guter Bemuskelung. Die Gänge sind wenig raumgreifend, dafür sehr erhaben – wodurch er von Natur aus eine gewisse Versammlung mit sich bringt. Obwohl alte Stiche oft kunterbunte Herden von Lipizzaner-Stuten zeigen, sind Pferde dieser Rasse heute überwiegend Schimmel. Seltener gibt es Braune oder Rappen, wie bei allen Pferderassen werden die Schimmel dunkel geboren. Lipizzaner erreichen ein Stockmaß von etwa 148 bis 158 Zentimeter.



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