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Isländer

Das Islandpferd stammt, wie der Name es schon sagt, aus Island. Es hat einen gedrungenen Körperbau mit einem schweren Kopf mit breiter Stirn und kleinen Ohren.



Isländer haben einen kurzen Hals und einen kurzen, kräftigen Rumpf, der in seiner Form etwas tonnenähnlich ist. Die Rasse hat einen tief angesetzten Schweif und kräftige, stark bemuskelte Beine. Sie haben harte Hufe mit eventueller Neigung zur bockhufigen Stellung.

Das Stockmaß der Isländer beträgt im Durchschnitt 130 bis 140 cm.

Es sind alle Farbvariationen möglich: vom Schecken bis zum eher seltenen „windfarbenen“ Tier mit grau- geäpfeltem Fell und weißem Langhaar. Das dichte Fell der Islandpferde wird, wenn es auf die Wintermonate zugeht, sehr lang, um das Tier vor der Kälte zu schützen.

An der Entstehung der Isländer hatten mehrere Rassen ihren Anteil, so zum Beispiel Shetland und Highland- Ponys. Ab 930 nach Christus gab es eine absolute Reinzucht, da es verboten wurde Pferde nach Island einzuführen aus Angst vor Krankheiten, die so eingeschleppt werden könnten.

Islandpferde sind hervorragende Reit- und Packtiere und besonders auf den unwegsamen Gegenden in Island geeignet. Mit etwa sieben Jahren ist der Isländer ausgewachsen und wird somit erst mit vier oder fünf Jahren angeritten. Sie können aber durchaus bis zu ihrem 25. Lebensjahr geritten werden. Diese Rasse wird etwa 30 bis 35 Jahre alt. Nach Deutschland kamen die Islandpferde Anfang des letzten Jahrhunderts. Sie wurden als Arbeitstiere eingesetzt. Die heutige Population in Deutschland wird auf etwa 65 000 geschätzt.

In seinem Wesen ist der Isländer selbstbewusst und mutig. Es hat einen freundlichen Charakter, ist gutmütig und genügsam. Diese Rasse ist sehr langlebig, robust, hart, ausdauernd, wetterhart und leistungsbereit. Es ist spitzbübisch, unabhängig, sozial und leicht zu handhaben, aber auch temperamentvoll. Isländer haben viel Charme und leben am liebsten in der Herde und können im Offenstall gehalten werden.

Vorteile der Rasse sind, dass sie hervorragende Freizeitpferde mit den Spezialgangarten Pass und Tölt sind. Sie sind somit die einzigen Pferde, die fünf Gangarten beherrschen. Der Pass ist ein Zweitakt und weist Lateralbewegung auf, der Tält ist ein Viertakt und sehr angenehm für den Reiter. Ein weiterer Vorteil ist die unkomplizierte Haltung und die Ausdauer der Pferde.

Zu den Nachteilen der Isländer zählen ihre Neigung zum Sommerekzem und die konsequente Erziehung.