Hannoveraner
Die Zucht der Hannoveraner begann mit einem Erlass von Georg II., der 1735 in Celle ein Gestüt einrichten ließ.
Ziel dieser Zucht war es nicht mehr nur die herzoglichen Marställe mit geeigneten Pferden zu versorgen, sondern auch die Kavallerie und die landwirtschaftlichen Betriebe. Den Grundstein der Zucht bildeten 12 holsteinische Rapphengste.
Schnell wurden auch Vollblüter zur Veredelung eingesetzt, diese Veredelung brachte jedoch für die landwirtschaftliche Arbeit wenig geeignete Pferde hervor. Die Zucht wurde wieder auf kalibrigere Typen umgestellt. Das Zuchtziel war jedoch, eine außerordentlich vielseitige Rasse zu schaffen.
Das erklärt die unterschiedlichen Typen der Hannoveraner-Zucht, einerseits den schweren Arbeitstyp und andererseits das edle Remontepferd. Der Einsatz technischer Geräte, ließ die Nachfrage nach Arbeitspferden stark schrumpfen. Der Wandel des Hannoveraners zum edlen Sportpferd begann. Heute ist der Hannoveraner eine der erfolgreichsten und begehrtesten Sportpferderassen weltweit.
Der Hannoveraner ist ein großrahmiges Allround-Pferd, mit raumgreifenden Gängen und enormem Springtalent. Die meisten Pferde zeigen daneben eine hervorragende Begabung für die Dressur. Auch vor dem Wagen macht der Hannoveraner eine gute Figur und der ambitionierte Freizeitreiter findet kaum eine vielseitigere Rasse. Hannoveraner erreichen ein Stockmaß von etwa 165 bis 175 Zentimeter. Noch bis in die 1980er Jahre sah man häufig die kalibrigen Reitpferde vom alten Schlag.
Veredelung
Durch die Veredelung wurde aus dem Hannoveraner das harmonische, hochelegante Sportpferd von heute. Einen Nachteil dieser Veredelung bekommen durchschnittliche Reiter gerne mal zu spüren. Gewisse Linien tendieren dazu, einen recht starken Charakter zu entwickeln. Andere Linien bringen, recht zuverlässig, nervenstarke Freizeitpartner hervor. Den Hannoveraner gibt es in allen Grundfarben.