Gesundheitscheck
In den allermeisten Fällen ist Pferdekauf eine wahre Vertrauenssache, da viel Käufer keine, oder nur wenig Erfahrung im Bereich Pferdekauf mitbringen. Oft muss sich der Interessent auf die Angaben des Verkäufers verlassen. Die Vorgeschichte ist wenn überhaupt nur grob auf Grund der Vorbesitzer nachzulesen.
Das wichtigste Thema überhaupt, welchem sich der zukünftige Pferdebesitzer genau widmen sollte, ist die Gesundheit des Tieres.
Das Gesamtbild
Wie bei einem Menschen auch, entscheidet oft der erste Eindruck. Das Tier sollte dem Käufer gefallen. Die Farbe, die Haltung, die Art des Pferdes sollten dem Käufer zusagen. Er darf sich nicht „überreden“ lassen.
Die Augen
Die Augen eines Tieres, genau wie die des Menschen, sagen sehr viel über die Gesundheit aus. Diese sollten klar und neugierig sein. Freundlich geöffnet, nicht verquollen und verklebt. Das Tier sollte wach wirken.
Die Ohren
Diese müssen frei und ohne Parasitenbefall sein. Auch hier kann der Käufer die Aufgewecktheit und das Wohlbefinden des Pferdes ablesen. Liegen sie nach hinten, bedeutet das in aller Regel: „Lass mich bloß in Ruhe!“
Diese Einstellung könnte auch mit einem Unwohlsein, mit einer Krankheit zusammenhängen, welche das Pferd plagt und es ärgerlich macht.
Die Beine
Ohne gesunde Beine ist ein Pferd für einen Reiter, welcher das Tier als Freizeitpartner haben möchte, wertlos. Hier ist oft schon äußerlich erkennbar, ob mit den Beinen alles in Ordnung ist. Sie müssen gut und gerade geformt sein und dürfen keinerlei ungewöhnlichen Verdickungen und Verformungen aufweisen.
Der Gang
Der Käufer sollte sich das Pferd in drei unterschiedlichen Bereichen zeigen und vorführen lassen. Der erste Bereich ist die Weide, die Koppel, auf welcher das Tier sich eine Zeit lang frei bewegen kann. Hier lässt sich das natürliche Verhalten des Tieres gut beobachten. Der zweite Bereich ist die Halle, beziehungsweise der Platz, auf welchem vorgeführt wird. Alle Gangarten sollten vom geführten Pferd gezeigt werden.
Den letzten Bereich bildet das Reiten. Das Tier sollte vorgeritten werden. So sieht der Käufer am besten wie sich das Tier unter Belastung verhält und ob es eventuelle Schäden an Rücken, Beinen oder Muskulatur allgemein gibt.
Beachtet der Käufer diese einfachen Tipps, sollte es möglich sein, den Gesundheitszustand des Tieres einigermaßen vernünftig beurteilen zu können.
Letztlich kann nur ein Gesundheitscheck des Tierarztes ganz genaue Auskunft geben.