Fahrsport
Mit Pferden vor einer Kutsche zu fahren, war früher eine ganz natürliche Sache für jedermann. Es gab keine oder kaum Autos und die Kutsche war das Hauptortbewegungsmittel.
Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts änderte sich dies langsam. Pferdekutschen fand man immer seltener auf den Straßen, dafür entdeckten viele Fahrer eine eigene Sportdisziplin für sich und der Fahrsport wurde geboren.
Man unterscheidet im Fahrsport zwischen Vierspänner-, Zweispänner- und Einspännerfahren, wobei das Vierspännerfahren am bekanntesten ist und selbst bei den Weltreiterspielen eine der Disziplinen darstellt.
Doch in jeder der drei Fahrsport-Disziplinen gibt es Welt- und Europameisterschaften sowie natürlich nationale Titelkämpfe in den Kategorien Warmblut und Pony.
Jede Fahrsportprüfung besteht aus drei Teildisziplinen. Begonnen wird mit der Dressurprüfung. Hier ist es wichtig, das Pferd oder die Pferde korrekt in den Grundgangarten in einem großen Viereck zu lenken. Eine weitere, sehr bedeutsame Rolle spielt auch das Aussehen des Gespanns. Es muss korrekt aufgetrenst sein und die Kutsche muss einen einwandfreien, sauberen Zustand haben. Auch der Fahrer muss einen bestimmten Dresscode einhalten, zudem auch die Decke auf den Knien gehört.
Ganz anders sieht dies in der Geländeprüfung aus. In dieser geht es um Rasanz, da auf Zeit gefahren wird. Aber die Hindernis-Aufgaben, die den Kutschen gestellt werden, sind teilweise äußerst knifflig und erfordern hohes Geschick von Fahrern und Pferden. Die Abstimmung muss in der Geländeprüfung perfekt sein. Zu den Hindernissen gehört hier auch eine Fahrt durch das Wasser.
Berühmt wurde die Geländeprüfung im Aachener Wald.
Den Abschluss der Fahrsportprüfung bildet das Hindernisfahren, bei dem Pylonen von den Gespannen durchfahren werden müssen, wobei möglichst keiner der kleinen Bälle auf ihnen auf den Boden fallen sollte.