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Ardenner

Das Ardenner Pferd gehört, neben dem Shire Horse, zu den massigsten Kaltblutpferden in Europa. Der Ursprung dieser Rasse liegt in Frankreich und Belgien, wo sie schon zu Zeiten des Mittelalters als Reitpferd für die schwer bepanzerten Ritter eingesetzt wurde.



Daher handelt es sich um eine der ältesten Kaltblutrassen, welche auch die Ausgangsrasse vieler anderer, europäischer Kaltblüter ist.

Der Ardenner erreicht ein Stockmaß von bis zu 162 cm und ein Gewicht von bis zu einer Tonne. Er wird in drei Typen unterteilt. Der „alte Ardenner“, welcher leichter ist, da bei ihm vor Jahrhunderten arabisches Blut eingekreuzt wurde. Daneben gibt es den Nordardenner, der heute am weitesten verbreitete und sehr schwere Typ und den Auxios, welcher aber teilweise schon als eigenständige Rasse betrachtet wird. Heute wird dieses Pferd für Zugarbeiten und in Frankreich auch zur, dort üblichen, Pferdefleischproduktion benutzt. Das Wesen des Ardenners ist, eine gute Behandlung vorausgesetzt, sehr freundlich, lebhaft, zuverlässig und arbeitswillig. Dazu handelt es sich um ein sehr robustes, genügsames und langlebiges Pferd, welches, besonders der leichtere Typ, auch über gute Reiteigenschaften im Freizeitbereich verfügt und daher, zum Beispiel für Wanderreiter, eine sehr beliebte Rasse ist.

Er begeistert seine Liebhaber mit seiner kaum zu übertreffenden Ausdauer und seinem ruhigen Verhalten. Er ist, trotz seiner Masse, sehr lauffreudig und überzeugt durch schwungvolle und schubstarke Gänge, hier besonders im Trab. Aus diesem Grund wird er in Deutschland sehr gern als Kutschpferd für Kremserfahrten benutzt und gibt vor einer geschmückten Kutsche ein imposantes Bild ab.



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