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Andalusier

Die Rasse Pura Raza Espanola, zu deutsch: Reine Spanische Rasse, wird im Volksmund oftmals Andalusier genannt. Allerdings werden hier auch eingekreuzte, also nicht reinrassige, Spanier mitgezählt.



Die reinrassigen Andalusier haben also den Stammbucheintrag Pura Raza Espanola, kurz P.R.E. Bei den Cartujanos (Kartäuser) handelt es sich um die älteste und reinste Blutlinie der P.R.E., dokumentierte Züchtung des Kartäuserklosters Jerez seit dem 15. Jahrhundert, daher spricht der Cartujanoanteil für die Reinheit der Zuchtlinie. Andalusier stammen gegen den allgemeinen Irrglauben nicht von Arabern ab, da dies in den späten 90er Jahren durch DNA Tests eindeutig widerlegt wurde.

Andalusier zeichnen sich durch ihre Schönheit, ihre raumgreifenden, edlen Bewegungen und ihr Temparament aus. Oftmals verfügen Andalusier neben den drei Grundgangarten noch über Tölt. Diese Pferde gelten als enorm lernfähig und werden daher oft als Showpferde ausgebildet. Sie sind prädestiniert für die Hohe Spanische Reitkunst. Sie sind sehr gehorsam, weich im Maul, nervenstark und lieb im Wesen. Daher für Reitanfänger ebenso geeignet, wie für Fortgeschrittene. Andalusier haben ein Stockmaß zwischen 150 und 165 cm (Stuten) und 152 bis 170 (Hengste). Das Bandmaß ist verhältnismäßig kurz, was der Rasse seine gewollt kompakte Form verleiht. Andalusier gibt es in allen Farben. Insgesamt gelten P.R.E. als sehr menschenbezogen und bauen schnell ein tiefes Vertrauensverhältnis zu ihren Bezugspersonen auf.

Andalusier eignen sich nicht zum Fahren, es sei denn mehrspännig oder alleine vor einer sehr leichten Kutsche. Obwohl sie über hohe Tragkraft verfügen, besitzen sie nur eingeschrenkte Zugkraft. Selten finden sich Andalusier, die schnell ermüden oder aber über zuviel Temperament und Steigfreudigkeit verfügen, sodaß sie nicht für Anfänger geeignet sind. Vor dem Kauf eines P.R.E. sollte bei der Besichtigung daher das sogenannte Ausreizen stattgefunden haben, um späteren Enttäuschungen vorzubeugen.